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Shop 33 Kopf- und Handbrausen - Brausesysteme - Warnung vor einheitlichen EU-Standards für Duschköpfe

am 17.08.2010 07:49 schrieb Jan

Die Europäische Kommission plant derzeit im Rahmen ihrer Strategie zu "Wasserknappheit und Dürre" den Wasserbedarf in allen Privathaushalten der EU zu senken. Verpflichtende Standards für wasserführende Geräte wie Duschköpfe oder Badearmaturen sollen, ähnlich des "Glühbirnenverbotes", dafür sorgen, dass der Wasserverbrauch insgesamt sinkt.


Immer mehr Kommunen setzen bei der Wasserversorgung von öffentlichen Gärten und Parks auch auf das Grauwasserrecycling.
"Diese Initiative hätte fatale Folgen für die kommunale Wasserwirtschaft. Schon heute kämpfen die kommunalen Wasserversorger und Abwasserentsorger mit zu geringen Durchflussmengen", warnt Hans-Joachim Reck, Hauptgeschäftsführer des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) vor dem aktuellen Brüsseler Vorstoß. Flöße noch weniger Wasser durch die Leitungen, würden durch technische und hygienische Probleme die Kosten für die Netzinfrastruktur unnötigerweise in die Höhe getrieben. "Die deutschen Wasserversorger haben ihre Hausaufgaben in punkto Versorgungssicherheit und Ressourcenschonung gemacht. Das muss die europäische Kommission bei ihren Wasserinitiativen anerkennen. Sie kann und sollte nicht alle Länder über einen Kamm scheren", so Reck.

Für extremes Wassersparen gibt es in Deutschland keinen Anlass. Im Mittel stehen deutschlandweit pro Jahr 182 Milliarden Kubikmeter Wasser zur Verfügung. Die öffentliche Wasserversorgung nutzt davon lediglich drei Prozent. Für eine effektive und nachhaltige Wasserversorgung investieren die kommunalen Wasserversorger jährlich rund zwei Milliarden Euro in den Erhalt und Ausbau ihrer Infrastruktur. Größere Wasserverluste sind in Deutschland daher sehr selten. Der bewusste Umgang mit Wasser ist darüber hinaus für die Deutschen mittlerweile Normalität. Wassersparende Armaturen, Toilettenspülungen und Haushaltsgeräte gehören längst zum Alltag.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.
Quelle: Haustechnikdialog vom 17.08.2010