EEG-Förderung endet

Handwerker-Ratgeber - So rüsten Fachbetriebe alte Solaranlagen um, damit Eigenheimbesitzer selbsterzeugten Strom optimal nutzen

 

Ab 1. Januar 2021 ist Schluss: Dann endet die Förderung für die ersten Photovoltaik-Anlagen mit fester Einspeisevergütung im Rahmen des Gesetzes für den Ausbau Erneuerbarer Energien (EEG). Nach und nach werden weitere PV-Anlagen betroffen sein. Die gesetzliche Grundlage für die Einspeisung ab nächstem Jahr wird aller Voraussicht nach erst gegen Ende des Jahres gelegt.

 

Erinnern Sie sich: Gegen Ende des letzten Jahrhunderts wurden die ersten Dächer mit Solarzellen bestückt, die Rotorblätter der ersten Windkraftanlagen drehten sich und die Vorreiter der Energiewende produzierten den ersten umweltfreundlichen Strom. Jetzt, 20 Jahre später, nämlich am 1. Januar 2021, fallen die ersten Photovoltaik- und Windkraftanlagen aus der EEG-Einspeisevergütung. Betroffen sind etwa 18 000 Anlagen, die vor dem Jahr 2000 installiert wurden. Für die Anlagenbetreiber heißt das: Sie bekommen ihren Strom schwerer los.

 

Wild einspeisen geht nicht

 

Zwar dürfen Betreiber die Anlage auch nach dem Ende der EEG-Förderung weiter betreiben, soll der erzeugte Solarstrom aber künftig ins öffentliche Stromnetz eingespeist werden, muss ein Abnehmer gefunden werden, der auch Kleinstmengen abnimmt. Zudem entfällt auch das Privileg beim Photovoltaik-Eigenverbrauch bis zehn Kilowatt Leistung.

 

Solaranlage für den Eigenverbrauch ohne Einspeisung umrüsten

 

Fest steht: Solaranlagen, die vor dem 1. Januar 2001 ans Netz gegangen sind, können nicht wie bisher einfach so weiterbetrieben werden, denn die ungeplante Einspeisungen dieser Alt-Anlagen stören das Gleichgewicht im Stromnetz. Allerdings: Die alten PV-Anlagen können in der Regel auch weiterhin zuverlässig Strom erzeugen.

 

Ein Ausweg ist die Umrüstung der PV-Anlagen, um den Eigenverbrauch des selbsterzeugten Stroms zu steigern. Der selbsterzeugte Solarstrom wird dann einfach im eigenen Haushalt verbraucht. Fachbetriebe rüsten nach den neuesten technischen Standards um – diese Möglichkeiten gibt es:

 

Stromspeicher

Strom, der am Tag erzeugt und nicht verbraucht wird, kann für die Nutzung in der Nacht gespeichert werden. Der Speicher wird dabei mit dem durch die PV-Anlage erzeugten Strom geladen und bis zum nächsten Morgen entladen.

 

Wärmespeicher

Überschüssiger, von der PV-Anlage erzeugter, Strom kann auch zur Trinkwassererwärmung des Gebäudes genutzt werden, indem der bereits vorhandene Warmwasserspeicher um einen zusätzlichen elektrischen Heizstab aufgerüstet wird.

 

Wärmepumpe

Ein zusätzlich installierter Heizstab kann die Wärmepumpe bei Lastspitzen unterstützen. Eine Solarthermieanlage kann auch über einen separaten Wärmetauscher eingebunden werden. Die Verknüpfung der PV-Anlage mit der Wärmepumpe unterstützt beispielsweise die Gebäudebeheizung: Die Wärmepumpe kann den über die PV-Anlage erzeugten Strom einsetzen.

 

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